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Definition des Begriffs Citizen Science.
Citizen Science ist die Netzwerkaktivität zwischen Gruppen und Organisationen, um das Gemeinwesen positiv zu verändern oder zu erweitern. Professionelle Parteien suchen Beteiligung von Wissenschaftlern und anderen wissenschaftsorientierten Freiwilligen, Forschung und Entwicklungen zu spezifischen Themen der mit angenommener Relevanz und Bedeutung durchzuführen. Im Vordergrund steht das Ziel, der Gesellschaft damit einen Dienst zu erweisen, ganz im Sinne des neuen Verständnisses von Gesundheit, Wohlfahrt und Glück. Citizen Science - Bürgernahe Forschung ist eine spezielle Form der sog. Crowd Science.

Citizen Science - Schema der Stakeholder und INteraction zwischen den Initiatoren und Citizen Science Projects bzw. der Citizen Research-Aktivität.
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Wir bevorzugen Darstellungen von Systemkomponenten in einer Minerva-Darstellung. In dieser Form stehen sich zwei Akteure gegenüber, die gleiche Nachbarn haben. Anhand dessen ist es unkompliziert, bestimmte wesentliche Beziehungen zu lokalisieren und zu kommentieren.

1. Initiatoren und Starter eines Citizen Science-Projekts.
Bei den Initiatoren eines Citizen Science-Programms handelt es sich in der Regel um öffentliche, institutionelle oder private Organisationen. Sie sehen Handlungsbedarf, ein Problemfeld mit einer bestimmten Mission anzugehen. Sie gehen davon aus, für diese Aufgabe prädestiniert zu sein und können es auch entsprechend kommunizieren und managen. Wünschenswert ist dabei ein philanthropisches Ziel. Die Initiatoren suchen bestimmte Communities als Partner für die wissenschaftlichen Komponenten ihres Programmes.

Ein anderer Grund für die Einbindung einer Community mag sein, dass der Initiator selbst über nicht genug Expertise verfügt, die Lösung der Aufgabe eventuell zu aufwendig und zu teuer ist oder die Organisation die Aufgabe grundsätzlich nicht in Gänze handhaben kann.

Ein bedeutsamer anderer Grund mag auch im gewählten Thema verborgen sein, wenn das Thema brisant erscheint und klar sein mag, dass Forschungsergebnisse nicht unbedingt ausreichend Unterstützer finden würden, um das Ergebnis in der Öffentlichkeit als brauchbar erscheinen zu lassen. Hier ist immer das Instrument der Citizen Science eine gute Lösung.

Der Term „Citizen Science“ (und das Derivat Citizen Scientists) stammen aus dem angelsächsischen Sprachraum und finden keine prägnante direkte Übersetzung, da dem Selbstverständnis der Beteiligten ein unterschiedliches Gesellschaftsmodell gegenübersteht als bei den deutschen eventuell hierarchisch geprägten Varianten „Bürgerwissenschaft“ oder „Bürgerwissenschaftler“. Im angelsächsischen Sprachgebrauch ist eher der Begriff Citizen emotionsmäßig mit Community bzw. Gemeinschaft verbunden, der Bürger ist ein Member und von vornherein sind Members und Initiatoren gleichwertig. Dieser letzte Aspekt mag die Transformation des Konstrukts in das Deutsche etwas anstrengend machen.


2. Citizen Scientific Research - Wissenschaftliche Forschung mit Bürgern.
Beide Parteien, Initiatoren und Citizen Scientists, teilen sich das projekt und die wissenschaftliche Forschung. Das Ziel der Forschung wird so von zwei Stakeholder-Gruppen unterstützt. Das allgemein verbindliche Ziel ist die Erledigung der festgelegten Forschungsaktivitäten im besten Interesse aller Parteien. Bestimmte Aspekte der Forschungsaufgaben werden auf die Parteien entsprechend eines definierten Projektplans und der Verfügbarkeit der Teilnehmer allokiert.

Beispielsweise kann eine Feldforschung durch Teilnehmer in bestimmten weiter entfernten oder entlegenen Orten durchgeführt werden, während parallel die andere Seite Mittel oder Kommunikationsmöglichkeiten bereitstellt, um die anfallenden Ergebnisse zusammenzuführen. Es gibt keine statische Gesetzmäßigkeit, welche Parteien für welche Rolle zuständig sind.

Es ist wahrscheinlich für ein Projekt günstig, wenn Citizen Scientists eine vor Ort-Rolle übernehmen und sich die Aufgabe auf eine hohe Zahl von Lokationen und bzw. oder sich auf einen längeren Zeitraum bezieht. Wahrscheinlich sollte man davon ausgehen, dass die Initiatoren grundsätzlich in der Minderzahl sind, was die personelle Ausstattung betrifft, nicht aber in Bezug auf die Mittel. Initiatoren können deshalb maßgeblich zentrale Funktionen und Dienste ausüben. Im Gegenzug können die Initiatoren ihre Ziele schneller und qualifizierter durchführen als ohne öffentliche Unterstützung durch die Bürger.

3. Citizen Science Projekte - Wissenschaftsprojekte unter Bürgerbeteiligung.

Projekte im Rahmen der Citizen Science werden im Allgemeinen als Projekte mit sozialem Bezug interpretiert. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass hier verschiedene und verschiedenartige Interessen eine Rolle spielen können. Selbstverwirklichung und sozialer Bezug sind nicht immer synchron. Wenn die jeweiligen Interessen klar definiert und formuliert sind, dann erhält ein Projekt dieser Art einen bedeutenden Mehrwert.

Man kann vermuten, dass die Parteien über verschiedene Sichten, Meinungen und wissenschaftlichen Sachverstand verfügen, durchaus in beide Richtungen. Wenn die Aufgabe klar verstanden ist, dann gewinnt das Citizen Science-Projekt vermutlich z. B. zusätzliche Ressourcen und Methoden als es im Falle der Erledigung durch nur eine Partei denkbar ist. Das Citizen Science Projekt kann durch höhere intellektuelle Kompetenz einen bedeutenderen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft führen. Die endgültige Meinung über das Projektergebnis wird erst nach Ablauf einer intensiven Diskussion feststehen und auf einem Prozess der Konsensfindung basieren. Automatisch wird dadurch die gesellschaftliche Akzeptanz der Ergebnisse gewinnen. Damit sind die Citizen Science-Projekte ein gutes Instrument zum Abbau gesellschaftlicher Polarisationen.

Wenn es gelingt, für besonders geeignete Aufgabenstellungen ein breites Spektrum der Bevölkerung zu gewinnen, so ist dieses ebenfalls positiv einzuschätzen. Die integrative Wirkung von Gemeinschaftsprojekten gewinnt Potenziale, die in ihrem positiven Ergebnis allen Beteiligten einschließlich der Gesellschaft zu Gute kommen.

Citizen Science Projekte können somit eine gesellschaftliche Win-win-Situation herbeiführen. Man kann davon ausgehen, dass sich bei vielen Personen eine Verhaltensänderung einstellen kann, die natürlich durch entsprechende Nudge-Techniken und –Lösungen unterstützbar sind. In den Ausführungen zu diesem Themenkomplex wird davon ausgegangen, dass sich ein Projekt konfliktfrei durchführen lässt. Dies mag nicht immer der Fall sein. Es wird jedoch im Interesse aller Parteien helfen, wenn alle projektkritischen Parameter vor Beginn der eigentlichen Projektarbeit klar umrissen, definiert, verstanden und akzeptiert sind. Ein Projektmanagement muss die entsprechende Erfahrung und Kompetenz auf all den Bereichen haben, wie sie unter wissenschaftlichen Anforderungen erforderlich sind. Jedoch ist dies nicht ausreichend. Fähigkeiten politischer Art, Kompetenzen in der Kommunikation, Verständnis und Akzeptanz von Empathie sowie Integrationsfähigkeit sind zusätzliche Qualifikationsmerkmale.

4. Citizen Scientists - Wissenschaftsforschung mit Bürgern.

Die Teilnehmer an Citizen Science-Projekten, die so genannten Citizen Scientists, also der Bürgerwissenschaftler, sind für das Projekt oft uneingeschränkt verfügbar. Dies betrifft Zeit, Know-how als auch finanzielle und andere Mittel, die geeignet sind, das Projekt nach vorne zu bringen und erfolgreich abzuschließen. Im Hinblick auf die verschiedenen Ansprüche, Motive und Rollen der beiden Stakeholder-Parteien wird immer die Gruppe der Initiatoren sich ein Delegationsrecht einräumen. Dieses Recht wird der Bürgerwissenschaftler im Gegenzug zu damit verbundenen Privilegien akzeptieren. Darunter fahren zum Beispiel die Möglichkeit, sich in einem frühem Stadium neue und neuartige Sachverhalte anzueignen, erweiterte Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben und sich in ein Netzwerk von Personen und Gruppen mit gemeinsamen Interessen einzubringen und zu gestalten, das ihm sonst nicht zugänglich und möglich wäre. Dem Follower sind auch das Gefühl und die Überzeugung wichtig, für die Gesellschaft einen wesentlichen Beitrag geleistet zu haben. Ergo schuldet der Initiator seiner projektbegleitenden Community übermäßig Dank und Respekt.


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